Donnerstag, 13. Februar 2014

Intermezzo zu meinem Projekt: Mango, Basilikum, Zitrone, Pistazie


Seit fast einem Jahr warten wir alle - und vor allem ich - darauf, dass ich mein Dessertprojekt zuende bringe. Dass das aber so ewig auf sich warten lässt, liegt nicht etwa daran, dass mir das Projekt keine Freude macht oder ich bisher unzufrieden gewesen wäre. Ein großes Problem für mich ist ganz einfach, dass ich mich mit der Zutatenkombination überhaupt nicht anfreunden kann. Jetzt ist es gesagt. Dabei esse ich Mango sehr gern und finde ihre Eignung für ein Dessert richtig toll. Aber Reis mag ich (außer Risotto und selten Sushi) eigentlich nicht so recht - Milchreis allerdings geht schon ganz gut, also zumindest mit Reis für das Dessert könnte ich leben. Aber nun kommt der Kateifiteig dazu und ich fühle mich gleich erschlagen. Zweimal Teigkomponente - gar nicht mein Fall. Ich mag fruchtig, schokoladig und frisch. Was also tun mit diesem unglücklichen Zustand? Erstmal weiter aufschieben und selbst ein Mangodessert machen - ganz ohne Teigkomponenten. Und weil ich hier das Sagen habe, kann es gar nichts anderes geben als meinen Lieblingsbegleiter zur Mango: das Basilikum. Die beiden sind wirklich ein ganz feines Paar und dürfen zeigen, was sie gemeinsam können: Mango wird mit Basilikum und Kubebenpfeffer angemacht und als Ragout serviert. Die beiden grünen Begleiter sind ein Basilikum-Zitronen-Sorbet und eine Pistazien Crème brûlée.

Das Dessert ist genau so zusammengestellt, weil es sich hervorragend vorbereiten lässt und bei uns der Abschluss eines Dreigängemenüs war, das wir in vier Stunden gekocht haben. Also eine wirklich wenig aufwendige Sache. Das Sorbet muss nur vorbereitet und kalt gestellt werden, die Brûlée wird zusammengerührt, pochiert und gekühlt und kurz vor dem Servieren muss nur das Ragout gemacht und die Crème karamellisiert werden, das dauert vielleicht 10 Minuten, die man nach einem üppigen Essen gern aufs Dessert wartet.

Nun aber ran an die einfachen Rezepte:

Basilikumsorbet (etwa 6-8 Portionen):


150 g Zucker
150 g Wasser
25 g Basilikum (etwa ein Kräutertopf)
100-125 g Zitronensaft (2-3 Zitronen)

  • Zucker und Wasser gemeinsam aufkochen, in der Zeit das Basilikum in einer Schüssel mit einem Stößel fein zerreiben und dann mit dem Wasser übergießen.
  • Die Mischung mindestens 30 (besser 60) Minuten ziehen lassen und dann absieben, den Zitronensaft zugeben und die Menge je nach gewünschter Säure anpassen (ich mags gern sauer, also mit den vollen 125g).
  • In der Eismaschine abfrieren und dann noch 1-2 Stunden im Gefrierschrank stehen lassen.

Das war doch wirklich einfach :) Wer Basilikum partout nicht mag, dem empfehle ich hier Minze, evt in niedrigerer Dosis.

Pistazien Crème brûlée (etwa 4-6 kleinere):


40 g Pistazien
130 g Milch
140 g Sahne
40 g Zucker
30 g Eigelb (etwa 2 Stück)
etwas Zucker

  • Den Ofen mit einem Wasserbad auf 140°C Umluft vorheizen.
  • Die Pistazien mit Milch und Sahne im Standmixer ganz fein pürieren.
  • Eigelb mit Zucker schaumig schlagen und dann die Pistaziensahne unterziehen.
  • In kleine Schälchen abfüllen und im Wasserbad 40-60 Minuten pochieren.
  • Wenn die Masse nicht mehr flüssig ist, sind die Crèmes gut und können abgekühlt werden, am Besten auf Kühlschranktemperatur.
  • Vor dem Servieren die Crèmes brûlées mit einer geschlossenen Schicht Zucker bestreuen und mit einem kleinen Brenner karamellisieren. 

Zugegeben, das war doch fast noch einfacher, oder?
Pistazien mag nicht jeder, wir haben sie verwendet, weil wir sie ganz passend fanden und sie sowieso gerade im Haus waren. Aber so ziemlich jede andere Nuss passt hier ebenfalls: viel Freude beim Kombinieren!


Mangoragout (6-8 Portionen):


1 reife Mango
10 Körner Kubebenpfeffer
1/2-1 Limette
10 Blatt Basilikum

  • Die Mango schälen, würfeln und in eine Schüssel geben.
  • Limette pressen, den Pfeffer nur grob mörsern und beides zur Mango geben, dabei die Limette je nach Reifegrad der Mango dosieren und gut abschmecken.
  • Den Basilikum zehn Minuten später in feinen Streifen unterheben und gleich servieren.


Kommentare:

  1. Liebe Annett, das vist ein wunderbares Rezept, das ich bald nachkochen werde. Vielen Dank für deinen schönen Blog! Hinweis: das Rezept zum Mangoragout wurde versehentlich als "Basilikumragout" angegeben.

    Liebe Grüße,

    Moni

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Moni,

      danke dir für die lieben Worte. Ich wünsche beim Nachkochen gutes Gelingen und einen besonderen Genuss!

      Danke auch für deinen Hinweis ;)

      Liebe Grüße,
      Annett

      Löschen