Dienstag, 8. Januar 2013

Warmer Linsensalat mit Joghurt und gegrillter Aubergine


Aubergine war eigentlich noch nie mein Lieblingsgemüse. In unserer Region ist es schon recht wahrscheinlich, dass man die Aubergine in unzähligen schlecht zubereiteten Varianten isst, bevor man sie das erste mal als köstliches Gemüse kennenlernt. Meine erste Begegnung mit einer wirklich unwiderstehlichen Aubergine hatte ich jetzt im Alter von 26 Jahren in Paris. Ein toller Caviar d' Aubergine mit Knoblauch und etwas gerösteter Paprika, kräftig abgeschmeckt mit Zitrone und Salz. Natürlich hat das Lust auf mehr gemacht und ich habe mir aus Ottolenghis "Genussvoll vegetarisch" ein Gericht mit Aubergine ausgesucht, bei dem diese geröstet wird und dadurch ein ganz besonderes Aroma erhält.

Der Hauptdarsteller ist aber ein warmer Linsensalat. Dazu gab es außerdem einen Knoblauchjoghurt.

Nach dem Originalrezept gekocht, fehlt dem Linsensalat ein bisschen das besondere Etwas. Deshalb haben wir unseren Joghurt noch mit Knoblauch verfeinert und würden die Menge der Aubergine außerdem erhöhen. Man glaubt gar nicht, was für eine enttäuschend kleine Menge aus einer Aubergine kommt, wenn man sie röstet und abtropfen lässt.


Linsen esse ich persönlich auch total gern. Sie sind super gesund, schmecken fantastisch und halten lange satt. Außerdem kommen hier noch Karotten und Stangensellerie ins Spiel.


Rezept (für 2 Portionen):

 

1 richtig große Aubergine
Salz, Pfeffer
3 EL Rotweinessig
100 g kleine Linsen (ich hatte Belugalinsen)
3 kleine Karotten
3 kleine Stangen Sellerie
1 Lorbeerblatt
4 Zweige Thymian
2 Schalotten
2 EL Olivenöl
10 kleine Tomaten (ich hatte Datteltomaten)
2 Prisen brauner Zucker
3 EL Kräuter (Petersilie, Dill)
150 g Joghurt
1 Knoblauchzehe

  • Die Aubergine waschen, mehrmals mit einem Messer einstechen und unter dem heißen Grill bei großer Hitze etwa eine Stunde rösten. Dazu eine Schale aus Alufolie unter die Aubergine legen.
  • Die Aubergine aufschneiden und das Fruchtfleisch in ein Sieb schaben, dort gut abtropfen lassen.
  • Nach mindestens 15 Minuten mit 1/2 EL Essig, kräftig Salz und Pfeffer anmachen. Hier passt vermutlich auch Zitronensaft sehr gut.
  • Den Knoblauch schälen und in den Joghurt pressen. Ich mag den Joghurt als Beigabe gern ungesalzen, man kann ihn aber auch würzen. Durchziehen lassen.
  • Für das Röstgemüse jeweils 2 Stangen Sellerie und 2 Karotten putzen und in sehr feine Würfel schneiden, die Tomaten halbieren.
  • Karotten und Sellerie mit Zucker, 1 EL Öl und etwas Salz vermengen.
  • Bei etwa 180°C 40 Minuten rösten, nach 20 Minuten die Tomaten zugeben.
  • Für die Linsen die Karotte, die Schalotten und die Selleriestange putzen und grob zerteilen, mit Lorbeer, Thymian und Linsen in einem Topf mit reichlich Wasser aufkochen und etwa 20 bis 25 Minuten kochen, dann in ein Sieb abgießen.
  • Die Kräuter hacken.
  • Das Gemüse und die Kräuter aus den Linsen entfernen, mit dem restlichen Essig und Öl sowie den frisch gehackten Kräutern vermengen. Das Ofengemüse zugeben und kräftig mit Salz und Pfeffer, evt Essig und/oder Zucker abschmecken.


Dieses Gericht ist nicht ganz so phantasievoll wie der Wintercouscous und nicht von so extremen Geschmacksrichtungen wie der zitronige Weißohl-Kohlrabi-Salat, aber lebt durch die aromatische Aubergine auf. Ich würde dazu in der Pfanne gebratenes Fladenbrot empfehlen.

Inspiration: "Genussvoll vegetarisch" von Yotam Ottolenghi

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen