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Sonntag, 22. Mai 2016

Maibock mit Spargel, Erbsen und Mandel


Nach langer Zeit melde ich mich heute aus einer neuen Küche und mit einem neuen Rezept zurück. Das Leben hat uns letztendlich nach Ingolstadt geführt. Hier gibt es zwar nicht die ersehnten Weinberge, gegenüber Jena haben wir uns kulinarisch aber doch ein Stück nach vorn bewegt. Eine neue Quelle für Wildfleisch habe ich schon aufgetan und mir dort direkt ein Stück Rücken vom Maibock gesichert. Diesen Rücken habe ich für eine längst überfällige Premiere verkocht: das erste Rezept aus "piment" von Wahabi Nouri. Wahabi Nouri erweitert die klassische Küche durch marokkanische Aromen und Zubereitungsformen und steht deshalb schon seit längerem auf meiner Liste derer, die ich unbedingt im Restaurant besuchen möchte. Bis dahin nenne ich zumindest sein Kochbuch mein Eigen, das für den Hobbykoch doch ordentlich anspruchsvoll erscheint.


Er kombiniert zum Reh  Spargel, Dicke Bohnen und Mandel mit einer Vielzahl nordafrikanischer Gewürze . Meine Variante geht einen anderen Weg in der Zubereitung des Fleischs (bei ihm gibt es Tatar - lecker!) und verwendet außerdem Erbsen (aus Mangel an dicken Bohnen). Auf den Tisch kommen: Rücken vom Maibock mit arabischem Erbsenpüree, Spargeltörtchen, Mandel-Ingwer-Paste und Hollandaise mit Nussbutter.
Die Nussbutter-Hollandaise ist schon seit längerem in meinem festen Repertoire und ich kann sie nur weiterempfehlen. Besonders begeistert hat mich aber hier das Erbsenpüree, das mit etwas Nussbutter und Ras el Haout eine besondere geschmackliche Erfahrung bietet. Dringend ausprobieren!

Sonntag, 16. Februar 2014

Kokospfannkuchen mit Gemüse auf Linsencurry


Ich bin ein großer Fan von reiner Gemüseküche und der Meinung, dass man auch ohne Fleisch und Fisch aufregend und abwechslungsreich kochen kann. Auch wenn der Genuss von Fleisch und Fisch für mich wichtig ist, bedeutet das nicht, dass ich täglich eines davon essen muss. Im Gegenteil: lieber selten und dafür hochwertig, das ist wohl ein Schluss, den viele von uns Genießern ziehen.
Dieses Gericht kombiniert verschiedene vegetarische Elemente zu einem feinen Genuss, der in überschaubarer Zeit zubereitet werden kann. Die Kokos-Reismehl-Pfannkuchen werden mit knackigem Gemüse gefüllt und dann nur kurz angebraten. Einen spannenden Gegensatz dazu birgt das Linsencurry, das etwas länger gegart wird und samtig-aromatisch daher kommt. Als kleine Beigabe gibt es ein Kokos-Chutney, dassen Säure gut zur rahmigen Süße des Currys passt. Einfach lecker!

Sonntag, 2. Februar 2014

Ziegenkäse-Flan auf Rotkohlsalat mit Sellerie-Cassis-Püree


Nach einer wirklich exzessiven Blog-Pause melde ich mich heute endlich wieder mit einem schönen, winterlichen Rezept zurück. Ich habe nämlich gemerkt, dass ich mich immer ärgere, wenn ich gute Rezepte nicht aufschreibe. Und leider passiert mir das im Prinzip immer, außer ich verblogge das Ganze. Dieses Rezept stammt, wie sollte es anders sein, von Tanja Grandits und ist eine violette Kombination aus einem sanften, aromatischen Ziegenkäseflan und kräftig süß-saurem Rotkohl. Als Beilage gibt es ein cremiges Püree aus Sellerie und Kartoffeln, eingefärbt und aromatisiert mit schwarzen Johannisbeeren.

Freitag, 4. Oktober 2013

Eine Biogemüse-Kiste auf ihrem Weg zum indischen Kürbis-Kartoffel-Curry


Als ich vor einigen Tagen von Nadine gefragt wurde, ob ich eine Kiste voller Zutaten von deinbiogarten.de verkochen möchte, war ich gern dabei. Denn dabei geht es nicht einfach darum, Werbung für irgendwen zu machen sondern für etwas, das ich auch außerhalb meines Blogs nutzen würde. Bei deinbiogarten kann man hochwertige Biolebensmittel erwerben, die ich zum Teil auch aus dem Sortiment anderer Bioläden kenne. Momentan beschränkt sich das Angebot noch auf nicht zu kühlende Kost, aus der ich mir einfach mal einen großen Packen Gemüse ausgesucht habe. Einheimisch anbaubare Sorten kommen aus Deutschland, Dinge wie Ingwer und Ananas natürlich nicht.

Ohne Fleisch und Fisch kochen machen wir ja durchaus auch gern (seltener fürs Blog, häufig im Rahmen unserer normalen Ernährung). Bei der Überlegung, was ich mit viel Gemüse und ohne Fleisch oder Fisch kochen würde, habe ich mich natürlich in Ottolenghis "Genussvoll vegetarisch" umgesehen und mich für ein Kartoffel-Süßkartoffel-Curry-Rezept entschieden. Allerdings haben wir hier Kürbis verwendet, nicht weil es keine Süßkartoffeln gegeben hätte, sondern weil wir alle lang genug auf die Kürbissaison warten mussten.


Also haben wir eine große Cocotte voll duftendes Curry gekocht: aus Tomaten, Paprika, Kartoffeln, Ingwer, Kürbis und Schalotten, die alle liebevoll verpackt hier ankamen. Dafür haben wir auch keine fertige Gewürzmischung verwendet, sondern zum ersten Mal ein Curry selbst gemischt - das Gewürzregal gab es eben her.

Mittwoch, 26. Juni 2013

Ein schnelles Tanja Grandits Gericht: Enten Dim Sum mit Pfirsichsalsa


Oftmals sind ja die von mir vorgestellten Gerichte von Tanja Grandits nicht nur mit ungewöhnlichen Zutaten sondern auch nur mit größerem Aufwand zuzubereiten. Heute stelle ich allerdings ein Gericht vor, das relativ schnell und mit kleinerem Aufwand machbar ist. Ein asiatischer Snack, der wunderbar in den Sommer passt.
Sicherlich bin ich nicht die einzige, die ein Rezept sieht und es gern kochen möchte aber im nächsten Moment dann bemerkt, dass eine Zutat saisonal eingeschränkt verfügbar ist. Hier ist es der Pfirsich. nun habe ich also mit dem Kochen auf die Pfirsichsaison warten müssen und dann umgehend losgelegt. Es gibt kleine Enten Dim Sum, also eine Entenmasse im Teig mit säuerlich-salziger Pfirsichsalsa.

Mittwoch, 5. Juni 2013

Spinat-Kokos-Suppe mit Paradieskörnern, Kokos-Paradieskorn-Chutney, Garnelen


Juhu, es geht hier endlich wieder weiter :)
Nach unserer Traumhochzeit haben wir nun tatsächlich wieder Zeit und Muße, ein leckeres Essen auch zu fotografieren und zu verbloggen. Den Anfang dabei macht - wie sollte es anders sein - Tanja Grandits. Die Vorgeschichte ist schnell erzählt: für die Dekoration unserer Hochzeitstische mussten wir sehr kurzfristig noch passende Vasen auftreiben und sind nach einer Odyssee in Jena schließlich nach Erfurt gepilgert. Natürlich haben wir das mit einigen kleinen Genussbesuchen verbunden und auf der Krämerbrücke im Gewürzlädchen Kardamom dann Paradieskörner gesehen. Diese stellt Tanja Grandits in ihrem neuen Buch "Gewürze" vor und wir haben selbstverständlich sofort zugegriffen. Paradieskörner sind ein pfeffrig-fruchtiges Gewürz, das wir hier mit Kokos und Spinat kombinieren.


Die cremige Spinat-Kokos-Suppe ist ebenso damit gewürzt wie das sehr kontrastreiche Kokoschutney. Für uns passen Garnelen einfach perfekt zu dieser Kombination, deshalb gab es natürlich noch ein paar kleine Lieblinge dazu.

Donnerstag, 21. März 2013

Schwarzteegeräucherte Lavendel-Entenbrust mit Glasnudelsalat und Brombeer-Coulis


Juhu, wir haben mal wieder etwas zum allerersten mal ausprobiert. Diesmal ging es nämlich ans Räuchern: wir haben uns eine von mir heiß geliebte Delikatesse selbst hergestellt - geräucherte Entenbrust. Zum Aromatisieren haben wir schwarzen Tee und Lavendel verwendet.

Das Rezept stammte mal wieder von Tanja Grandits. Und weil geräucherte Entenbrust rosa ist, gab es dazu Rote Bete und rote Beeren. Genauer gesagt einen Glasnudelsalat mit Rote Bete und ein Brombeer-Coulis.


Süßer Rhabarberrisotto mit Erdbeeren und Basilikum


Es ist immernoch unerträglich schlechtes Wetter und man kann leider wenig dagegen tun. Mich hält aber die Vorfreude auf Obst und Gemüse aufrecht, das nun bald Saison hat. Den ersten Rhabarber kann man nun schon finden und ich freue mich jedes Jahr besonders, wenn ich ihn zum ersten Mal auf dem Wochenmarkt sehe.


Die Kreativabteilung in meinem Kopf wollte den Rhabarber dann einfach gern mal als wärmenden Glücklichmacher sehen und so kam ein Gericht zustande, das mir und anderen durch die letzten dunklen Tage helfen kann: cremig, süß und fruchtig mit knackigen Nüssen und einem Hauch Frühlingsfrische.

Dienstag, 19. Februar 2013

Pulposalat mit Orange, Fenchel und Kreuzkümmelvinaigrette


Wenn es darum geht, etwas zum allerersten Mal auszuprobieren, bin ich meist schon einige Tage vorher in freudiger Erwartung. So auch diesmal, als es daran ging, einen Pulpo (oder Kraken oder Oktopus) zuzubereiten. Ausgesucht haben wir uns dazu wie so oft ein Rezept von Tanja Grandits aus ihrem Kochbuch "Aroma pur". Nach einem Rezept mit Thunfisch geht es in ihrem Kreuzkümmelkapitel wieder um Meeresbewohner. Der Pulpo wird außerdem mit Fenchel, roter Zwiebel und Orangen serviert. Deshalb galt es noch schnell zuzuschlagen, bevor die Orangensaison sich klammheimlich wieder verabschiedet.


Montag, 21. Januar 2013

Marokkanische Schmorpoularde mit Salzzitronen


Meine erste confierte Zitrone (oder Salzzitrone), das hat sich meinem Kopf eingeprägt, kostete ich in der Provence im herrlich sonnigen Frühherbst. Für mich gehört es zu den schönsten Beschäftigungen eines Urlaubs in Frankeich, über die lokalen Märkte zu schlendern. Neben vielerlei Ständen gibt es eigentlich immer einen Stand mit Oliven und anderen Antipasti. Nun hatten wir auf einem winzigen Markt "Citrons confits" gesehen und nach einigen Worten wussten wir, noch ungläubig staunend, dass hier nicht etwa konfierte, süße Zitronen lagen, sondern in Salz eingelegte. Hm, komische Idee. Aber eine probieren, das musste sein. Also nahmen wir eine und bekamen sie geschenkt.
Der Geschmack, der sich uns schließlich bot war vor allem ungewohnt für unser, nicht eklig, aber nichts zum wiederholen. Dachte ich damals. Nun habe ich vor einiger Zeit ein Rezept auf Zeit online gelesen, in dem eine Poularde mit Salzzitronen geschmort wird. Und das habe ich mir gemerkt. Und nun kam ich endlich dazu, es auszuprobieren.

Das Jungtier (am Besten um die 2 kg) wird mit einer kräftigen Marinade mit den Hauptaromen Ingwer, Safran und Salzzitronen unter der Haut gefüllt und dann mit weiteren Zutaten wie Kartoffeln, Oliven und Zwiebeln 90 Minuten geschmort.


Montag, 7. Januar 2013

Winter-Couscous nach Ottolenghi


Nach vielen, vielen Lobeshymnen auf Ottolenghis "Genussvoll vegetarisch" war ich einfach zu neugierig, um es nicht selbst auszuprobieren. Also war es dieses Jahr eins der meist ersehnten Weihnachtsgeschenke und ein Grund für ein kleines Bisschen Heimweh in Paris.

Wir haben uns zuerst etwas winterliches vorgenommen, das außerdem marokkanische Elemente auf den Teller bringt, die wir in Paris so gern gemocht haben. Zu einem Safrancouscous gibt es wundervolles Wintergemüse aus Kürbis, Karotten, Pastinaken und Kichererbsen, das mit einer großen Hand voll der wundervollsten, orientalischen Aromen abgeschmeckt wird: Zimt, Sternanis, getrocknete Aprikosen und himmlische confierte Zitronen.


Montag, 17. Dezember 2012

Gewürzthunfisch mit Rote-Bete-Carpaccio, Kreuzkümmelfladenbrot und rosa Sauerrahm


Es wird rosa. Und zwar erneut mit Tanja Grandits. Da mein Verlobter absoluter Thunfisch-Fan ist, war es relativ klar, dass wir über kurz oder lang dieses Gericht kochen würden.

Der Thunfisch wird mit Koriander, Kreuzkümmel und Anis mariniert, dazu gibt es Rote Bete mit einer leichten Senf- und Ingwernote und ein Kreuzkümmelfladenbrot aus der Pfanne.
Wie meist bei Tanja Grandits lässt sich auch hier viel vorbereiten und man kann das Gericht dann auch ohne großen Stress für Gäste zubereiten.

Samstag, 3. November 2012

Miesmuscheln in Kürbis-Apfel-Sud mit Ingwer-Gremolata


Als ich in meiner Schulzeit an einem Schüleraustausch nach Frankreich teilnahm, wurde ich zum ersten Mal mit einer ganz komischen Marotte der Franzosen konfrontiert: schon Kinder und Jugendliche aßen im Restaurant riesige Berge Miesmuscheln aus großen Emaille-Töpfen. Für mich ein Kuriosum, abschreckend geradezu.
Nun, ein paar Jahre nach meinem ersten Kontakt mit den Moules (kosten war natürlich damals absolut ausgeschlossen!), mache ich mich zum ersten Mal daran, sie selbst zuzubereiten. Gekostet habe ich sie bisher aber auch im Restaurant nur auf der Paella...also ein Novum für uns.

Montag, 30. Juli 2012

Melonenshooter mit Tomaten-Chili-Marmelade und Zitronen-Garnele


Die  tollen Gerichte, die wir bisher aus Tanja Grandits' Rezeptefundus ausprobiert haben, und das heiße Wetter haben uns dazu bewegt, ein weiteres Gericht auszuprobieren. Nach Wasabi, Minze (wir hatten eine köstliche, nicht verbloggte Avocado-Minz-Suppe) und Vanille sowie außer der Reihe der tollen Jakobsmuschel mit Birne und Süßkartoffel ging es hier ins Chili-Kapitel.

Sonntag, 15. Juli 2012

Jakobsmuscheln mit Ingwer-Safran-Kruste, Birnen-Sambal und Süßkartoffelpüree


Wir hatten gestern abend das Vergnügen, eines der besten Gerichte der letzten Wochen zu essen. Mal wieder war es eine Kreation von Tanja Grandits, die sich so langsam zu meiner Lieblingsköchin entwickelt. Das hätte ich nicht gedacht. Und ich hätte auch nicht gedacht, dass eine wieder ungewöhnliche Kombination einer doch recht ordentlichen Menge an Aromen so harmonisch zusammenpasst. Dieses Gericht empfehlen wir beide hiermit ausdrücklich zum Nachkochen!